Eine Mitgliedschaft ist für die Teilnahme nicht erforderlich.
Referentin: Prof. Dr. Irmela Neu
Meine Einblicke beziehen sich auf jahrelange persönliche Begegnungen mit Schamaninnen und Schamanen aus unterschiedlichen Kulturkreisen – einerseits durch mehrere, lange Aufenthalte in Lateinamerika, andererseits durch Begegnungen mit Schamaninnen und Schamanen beim Schamanenkongress in den 90er Jahren am Mondsee, dann vor allem beim "Weltkongress der Ganzheitsmedizin" in München seit 2014, wo ich immer wieder als Übersetzerin tätig war und bin.
Das schamanische Verständnis von "Gesundheit" und "Krankheit" ist weit umfassender als das schulmedzinische, westlich geprägte. Während die Schulmedizin von apparategestützten Diagnosen und rein
körperlichen Behandlungen mit Medikamenten ausgeht, steht im Schamanismus ein völlig anderes Verständnis von Krankheit und Gesundheit im Vordergrund. Dies wirkt sich sowohl auf die Erstellung von
Diagnose- als auch von Behandlungsmethoden aus.
Es ist einem Weltbild von analogen Beziehungen geschuldet, das nach wie vor präsent ist. Gemeint ist damit das Verständnis von Zusammenhängen: Alles ist mit allem verbunden und belebt. Menschen,
Tiere, Pflanzen, Wasser, Feuer, Luft, Erde, Natur, Kosmos, Ahnen. Die Erde ist unsere Mutter Erde, die uns nährt.
Wenn sich eine Krankheit manifestiert, ist in meinem Leben insgesamt die Balance in einem längeren, oft wenig beachteten Prozess verloren gegangen, der sich in meinem Umfeld und Leben durch
unerfreuliche Ereignisse zeigt. Wie es mir ergeht, spiegeln mir – eben analog – etwa meine Pflanzen. Oder ich habe mit einigen Dingen "Pech", rutsche aus, verliere Geld, gerate in Streitereien
und Konflikte, es ereignet sich ein Unfall etc. Es sind Vorkommnisse mit einem symbolischen Zeichencharakter, deren eigentlicher Motor in mir selbst liegt – und in der Art und Weise, wie ich mit
Herausforderungen umgehe. Hat mich z.B. die Angst fest im Griff? Verzagtheit, Trauer, Niedergeschlagenheit – von giftigen Gefühlen wie Neid, Gier und Co ganz zu schweigen.
Aus schamanischer Sicht ist jede Krankheit ein Zeichen einer manifest gewordenen Schieflage meiner Energien, deren Tiefenursache im seelischen Bereich liegt. Krankheit ist also der deutlich
gewordene Ausdruck einer energetischen Disbalance, die schon längere Zeit vor deren Ausbruch besteht. Es können Belastungen aller Art sein, die mich über einen längeren Zeitraum bedrücken, auch
Streit im sozialen Umfeld bis hin zu Ahnen, die befriedet werden wollen.
Schamanen gehen auf die Suche nach der Tiefenursache. Mit Hilfe von als "heilig" geltenden Pflanzen begeben sie sich – zumindest in bestimmten Kulturkreisen – in Trance, um die "Spirits"
ausfindig zu machen, die mich ungut beherrschen. Die Behandlung erfolgt dann auf verschiedene Art und Weise: durch Pflanzen, Rituale, Musik, um das energetische Gleichgewicht wieder in Balance zu
bringen. Hierzu gebe ich einige Beispiele.
Es geht in dem Vortrag ebenso um die Frage, wie wir dieses Verständnis von Krankheit und Gesundheit als Anregungen und als Impulse durchaus auch für unsere Lebensgestaltung im Alltag nutzbar
machen können. Der Vortrag wird interaktiv sein, damit ein lebendiger Austausch entstehen kann.
Über die Referentin:
Mein Name ist Irmela Neu, und es scheint so zu sein, dass mein Nachname auch mein Lebensmotto ist:
Freude an Neuem – Neugier, Neuentdeckung.
Geboren in Stuttgart-Bad Cannstatt, aufgewachsen in Brüssel, wo ich als Kind die Gründung eines vereinten Europa mitbekam. Als in der belgischen Kolonie Kongo die Unabhängigkeitsbewegung zum
Bürgerkrieg führte, war das Elend von Krieg präsent – ebenso wie der allgegenwärtige, bisweilen heftige Sprachenstreit zwischen Flamen und französisch sprechenden Wallonen. Geblieben ist mir von
dieser hautnah gelebten Erfahrung vor allem das Bewusstsein dessen, welche wichtige Rolle die Empathie, das Mitgefühl für die interkulturelle Kommunikation einnimmt.
Das motivierte mich nach dem Studium der Romanistik (Französisch, Spanisch und Katalanisch) sowie Politikwissenschaften u.a. in Paris am „Institut National des Sciences Politiques“, mich in
meiner Doktorarbeit einem Thema zu widmen, das 2017 wieder hochaktuell wurde: die Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien.
Der Titel meiner 1984 abgegebenen Doktorarbeit lautet: „Sprach- und Nationalbewusstsein in Katalonien“ mit Schwerpunkt 19. Jahrhundert. Dafür wurde mir der Preis der katalanischen Zeitschrift
„Serra d’Or“ in der Sparte „beste wissenschaftliche Recherche 2023“ verliehen.
Nach dem Studium startete mein Berufsweg, der mehrere Stationen umfasst: Studienrätin, Bildungsreferentin bei der UNESCO-Kommission und schließlich Fachhochschul-Professorin an der Fakultät für Tourismus an der Hochschule München, mit dem Lehrgebiet „Interkulturelle Kommunikation in Spanien und Lateinamerika“.
Neben weiteren Ausbildungen und Seminaren für Ballett, Yoga, begann ich 2001 das Gesundheitstraining des Großmeisters in Taekwondo – Seo Yoon-Nam -, genannt „Meister Seo“. Meister Seo hat mich
viel über den Zusammenhang von Körper, Geist und Seele gelehrt, die Basis von innerem Frieden und Herzensöffnung. Das Buch „Meister Seo’s
Buch der Lebensfreude“ entstand unter meiner Mitarbeit.
Die Philosophie der Kampfkünste begeisterte mich immer mehr; viele Menschen gehen davon aus, die Kampfkünste seien nur Selbstverteidigung, Gewinnen bei Freikämpfen und waghalsigen Aktionen. Sie
sind jedoch viel mehr: ein fantastisches Körpertraining, mentale Fokussierung und Ausbildung von Herzensqualitäten.
Schließlich lernte ich die Kampfkunst „Quan Dao Kung Fu“ („Der Weg zur Quelle“) kennen. Seit 2012 bin ich
zertifizierte Trainerin für die „Grundübungen der Kraft“ und seit 2016 auch für den „Herzkreis“ der Quan
Dao Kung Fu Akademie. Die jeweils 12 Bewegungsformen basieren auf der harmonischen Zusammenarbeit von Körper und Geist; sie regen dazu an, Festgefahrenes in Fluss zu bringen.
Bei aller Begeisterung für diese Kampfkunst praktiziere ich seit einigen Jahren die japanische Kampfkunst "Aikido" als regelmäßiges Training. Mit der hochgraduierten Aikidolehrerin Dr. Sonja
Weißbacher und mir ist ein Buch zum Themenfeld "Aikido als Friedenskunst" entstanden, das sich im Druck befindet.
In den letzten Jahren haben es mir die Grimms Märchen besonders angetan: so viel Botschaften, so viel Weisheiten, so viel heraus zu holen! Seit gut zwei Jahren veröffentliche ich in der online
Zeitschrift „Purpose – das Magazin für Sinnhaftigkeit“ jeden Monat einen Beitrag, vor allem über Grimms Märchen.
Was meine Seminare und das Coaching miteinander verbindet, ist der Ansatz der Herzensöffnung durch die Dynamik des Fließens von Energien. Nach einer familiensystemischen Ausbildung
wurde mir immer klarer, dass gewisse Ereignisse, Verwicklungen und Glaubensmuster uns gleichsam vernebeln; sie lassen uns immer wieder in dieselben Fettnäpfe treten.
In Einzelsitzungen geht es darum, gemeinsam das heraus zu finden, was die Herzensenergie blockiert. In den sprachbasierten Coachings werden verborgene Grundmuster, beengende Assoziationen und Glaubenssätze deutlich. Sind sie erkannt, ist eine neue
Weichenstellung möglich, die kraftspendende, stärkende Motivationen freisetzt. Dafür baue ich passende Bewegungseinheiten aus dem „Herzkreis“ oder den „Grundübungen der Kraft“ mit ein.
Wann?
Dienstag, 02. Juni 2026, 18:30 Uhr
Wo?
Alte Scheune im Stemmerhof in der Plinganser Straße 6, 81369 München
Anfahrt mit dem Auto:
Der Stemmerhof liegt im Kern München Sendling am Ende der Lindwurmstraße gegenüber der Alten Sendlinger Kirche.
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Die Buslinien 53, 153 hält direkt vor dem Stemmerhof (Sendlinger Kirche). Die Buslinien 53, 132, N40 & N41 halten am Margaretenplatz - ca. 2 Minuten entfernt.
U-Bahn & S-Bahnstation Harras
U-Bahnstationen Implerstraße & Poccistraße (U3, U6)
Anmeldungen:
Wir hoffen, damit Dein Interesse geweckt und Dich motiviert zu haben, zu unserem Netzwerkabend zu kommen.
Wir freuen uns auf Dich. Bringe auch gerne Deine Freundinnen mit.
Anmeldungen: [email protected]
Bitte melde Dich verbindlich an, damit wir einen Platz für Dich reservieren können.
Eintritt
Eintritt frei – um Spenden zwischen 10-25 € wird gebeten
Nächste Termine:
Unsere liebe Prof. Irmela Neu hält am 02. Juni einen Vortrag zum Thema "Einblicke in das schamanische Verständnis von Gesundheit“. Am 7. Juli können wir unser 40 jähriges Jubiläum feiern.
Feiert mit uns. Ehren wir gemeinsam die Gründerinnen und Gestalterinnen und bedanken uns bei den Referentinnen.
Wir bitten Frauen, die die Geschichte miterlebt und mitgestaltet haben, sich bei uns zu melden. Erzählt es weiter.
Wir freuen uns auf persönliche Begegnungen, Entwicklung und Austausch.
Begegnen wir uns mit den Augen und den Herzen.
Bringe auch gerne Deine Freundin mit. Wir haben Platz.
Mit herzlichen Grüßen
Mareike Kennedy
Vorstand Münchner Wirtschaftsforum e.V.
